Heute gibt es Weihnachtskekse, die mich irgendwie schon beim Backen an Italien erinnert haben mit ihren knusprigen Keksen und dem Nougat aus gerösteten Pistazien.
„Fühlt sich an wie Weihnachten in Italien: Mailänder Kekse.“
Sind wir doch mal ehrlich. Die meisten Plätzchen bei mir ähneln sich immer in gewisser Hinsicht. Ich liebe Konfitüre als Füllung. „Ausstecherle“ machen sowieso am meisten Spaß und sie dann noch zusammensetzen. Ach, es gibt nichts Schöneres.
Bei meiner Recherche für das heutige Plätzchenrezept bin ich in einem meiner älteren Rezeptbücher auf einen waffelartigen Keks gestoßen. Das Buch wurde schon von meiner Großmutter verwendet und wenn sie es über so viele Jahre über aufbewahrt hat, müssen die Rezepte eigentlich auch lecker sein. Bei Waffeln musste ich sofort an Eiscreme denken und meine liebste Sorte: Pistazie. Also hab ich aus Pistazienpaste eine feine Nougatmasse hergestellt und zwischen die Kekse gefüllt.
Ich selbst war schon sehr angetan von den Keksen, doch spätestens als der Rest der Familie die Mailänder Kekse in die Hände bekam und die Kekse nach wenige Minuten verputzt waren, war mir mehr als klar, das Rezept war die perfekte Wahl. Euer Michael.

Mailänder Kekse mit Pistaziennougat
Kochutensilien
- 1 Spritzbeutel
- 1 Lochtülle (10mm)
- 1 Aufstreichmatte optional
- 1 Winkelpalette optional
Zutaten
- 220 g Dinkelmehl, Type 630
- 150 g Butter
- 180 g Eiklar
- 150 g Pistazienmus
- 70 g weiße Schokolade
- 25 g Kakaobutter
- 0.5 Zitronenschale
- Salz
Puderzucker
- 250 g Puderzucker
- 70 g Puderzucker
Zubereitung
- 150 g Butter | 250 g Puderzucker | 180 g Eiklar | 220 g Dinkelmehl, Type 630 | Salz | 0.5 ZitronenschaleButter mit Puderzucker und Zitronenschale aufschlagen. Salz zugeben, Eiklar nach und nach einrühren und zuletzt das gesiebte Mehl unterrühren.
- Keksmasse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen oder mit einer Aufstreichmatte und Winkelpalette dünn aufstreichen.
- Backofen auf 190°C Umluft vorheizen. Mailänder Kekse ca. 8 Minuten backen und anschließend vollständig abkühlen lassen.
- 150 g Pistazienmus | 70 g Puderzucker | 70 g weiße Schokolade | 25 g KakaobutterPistazienmus mit gesiebtem Puderzucker verrühren. Weiße Schokolade und Kakaobutter schmelzen und einrühren, bis eine glatte Masse entsteht.
- Pistaziennougat in einen Spritzbeutel füllen und im Kühlschrank fest werden lassen.
- Mailänder Kekse mit dem Pistaziennougat zusammensetzen.



Einen herrlichen guten Mittag : )
Dank an die meisterliche Hand!
Dazu noch zarten Schneefall, einen knisternden Ofen, welcher Wärme im Zimmerr ausstrahlt,
ein Kerzlein brennt auf dem Tisch, und im Glas steigt der warme Duft des Tees hervor.
Hach ja… : )
Früher haben wir nur ganze Pistazien, oder wenn es sie nicht gab, Walnüsse, habt, und keine Paste. Da haben wir sie mühseelig zerkleinert, mit der Kaffeemühle : ) Da hatte der erste Kaffee nach dem Pistazien (Walnüsse) geschmeckt, weil damals hatten wir noch rechten Bohnenkaffee am Sonntag.
Danke, junger Mann, und bevor die philosophische Ausführungen von mir den Rahmen sprengen, mein Enkel sitzt neben mir, und will auch dieses Rezept backen. Nun fahren wir in die Stadt, um das Mehl, und die Pistazien einzuholen.
Herzliche Grüsse, und
ein ruhiges Wochenende Euch
Das freut mich sehr, dass dir und deinem Enkel das Rezept gefällt.
Pistazien mit der Kaffeemühle mahlen, das klingt ja interessant. Der erste Kaffee muss einen sehr spannenden Geschmack gehabt haben. Ich bin so froh, dass ich meine Pistazienpaste einfach im Supermarkt kaufen kann.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Backen.
Liebe Grüße,
Michael
Welche Pistazienpaste aus dem Supermarkt verwendest du denn?
Liebe Grüße
Andrea
Ich verwende die Pistazienpaste bzw. das Pistazienmus von KoRo.
Kannst Du eine Aufstreichmatte empfehlen, wo ich sie bestellen kann. welchen Durchmesser haben Deine Kekse?
Hi Kathleen,
ich habe mir meine Aufstreichmatte in Paris gekauft, aber es gibt sie auch bei Pati-Versand beispielsweise: https://www.pati-versand.de/pralinen-schokolade/hohlkoerper/auflegerformen/silikonrahmen-fuer-aufleger-kreis?c=917
Meine Form ist mit 4cm Durchmesser etwas größer, aber leider habe ich in Deutschland noch keinen Shop gefunden, der diese Größe anbietet.
Liebe Grüße,
Michael
Hallo Michael, ich möchte wieder mal dein Rezept probieren, ich werde die masse mit dem spritzbeutel machen, wie gross soll ich spritzen?, zerläuft das im Ofen?. Und werden die nach dem Füllen auch weich oder bleibt der Keks knusprig?
Hallo Olesja,
freut mich, dass du das Rezept ausprobieren möchtest. Die Masse möglichst flach und ca. 4cm im Durchmesser aufspritzen, damit die Kekse schön knusprig werden. Die Masse verläuft kaum während dem Backen, lediglich die Konturen glätten sich.
Wenn man zum Füllen Nougat verwendet, wie mein Pistaziennougat, dann bleiben die Kekse auch gefüllt knusprig.
Liebe Grüße,
Michael
Hallo Milchael
Das Rezept ist ja schon ein paar Jahr online, ich habe es eben entdeckt.
Ich frage mich, warum du Dinkelmehl verwendest. Hier in der Schweiz gibt es keine Typen (das kennt man wohl v.a. in DE & AT). Die haben nur helles und dunkles Dinkelmehl. Ich werde wohl eher das helle verwenden.
Nur, könnte man es auch mit Weizenmehl machen? Oder gehen die Kekse durch die bessere Triebfähigkeit mehr auf und werden weniger knusprig?
Ach ja – die Pistazienpaste habe ich auch von KoRo. Ich liebe diesen Shop <3
Bin schon gespannt auf die Kekse und freue mich, wenn ich eine Antwort bekommen 🙂
Hallo Sarah,
Dinkelmehl wird in Deutschland gerne als Ersatz zu normales Weizenmehl verwendet. Das Rezept funktioniert auch mit hellem Weizenmehl, ich konnte keine Unterschiede bei der Herstellung und dem Verkosten feststellen.
Viele Grüße,
Michael
Lieber Michael,
ich habe schon verschiedene Rezepte von dir ausprobiert, alles sehr lecker. Vielen Dank. Jetzt möchte ich die Mailänder Kekse mit Pistazie probieren. Hast du Erfahrung, wie lange sie sich halten? Ich möchte sie gern verschenken und würde sie luftdicht verpacken. Danke Sarah
Liebe Sarah,
wie schön, dass dir die bisherigen Rezepte so gut gefallen – das freut mich wirklich sehr!
Die Mailänder Kekse mit Pistazie halten sich luftdicht verschlossen auf jeden Fall mindestens zwei Wochen ohne Probleme. Sie bleiben in dieser Zeit wunderbar aromatisch und zart. Perfekt also zum Verschenken!
Viel Freude beim Backen,
Michael