Feigentarte mit honigsüßem Ricotta

In Erinnerung an meinen Italienurlaub gibt’s heute eine gebackene Feigentarte mit honigsüßem Ricotta und einer Handvoll Walnüssen.

Die Zeit, die ich in Italien oder generell im Ausland verbringe, ist für mich immer der Moment in mich zu gehen. Mich zurück auf das besinnen, was wirklich wichtig für mich ist. Auf die Dinge konzentrieren, die ich in Zukunft weiter verfolgen möchte. Während dieser Zeit fällt es mir leichter Entscheidungen zu fällen, da ich den Stress aus der Heimat und von der Arbeit ausblenden kann. Auch dieses Jahr habe ich während meiner Zeit in Italien wieder viele wegweisende Entscheidungen getroffen. Darüber werde ich euch bald mehr erzählen.

Doch heute soll es eigentlich um meine gebackene Feigentarte gehen. Unsere Gastgeberin in Ginestreto hatte in ihrem weitläufigen Garten einige Feigenbäume mit unzähligen reifen Feigen. Nur leider oder zu meinem Glück wollte die niemand ernten. Die Eigentümerin freute sich sogar darüber, dass ich solch eine Freude an den Feigen fand, da sie, wie sie mir erklärte, schon viel zu viele Feigen dieses Jahr geerntet hatte. Und zugegeben nach knapp zwei Wochen, war mein Limit auch schon beinahe erreicht.

Zurück in Berlin führte es mich wieder auf den Markt am Boxhagener Platz. Es gab Feigen. Aus Italien. Sie rochen und schmeckten wie die aus dem Garten. Ganz klar, dass ich mir eine ganze Schale einsteckte. Dabei herausgekommen sind einige Rezepte mit Feigen, die ersten ihrer Art auf dem Blog. Die gebackene Feigentarte kommt mit einer Walnusscreme daher und wird mit honigsüßen Ricotta vervollständigt. Euer Michael.

Mit dieser Feigentarte mit honigsüßem Ricotta kommt ein Stück Sommer wieder zurück.

Mit dieser Feigentarte mit honigsüßem Ricotta kommt ein Stück Sommer wieder zurück.

Zubereitungsdauer: ca. 90 Minuten

Backdauer: 40 Minuten

Ruhezeit: 30 Minuten

Rezeptmenge: ein Tarte mit 18cm Durchmesser

Spezielles Backzubehör: ein Tartering o. -form (18cm Durchmesser), ein Einwegspritzbeutel

Für den geriebenen Mürbeteig: 125g Butter, 25g Milch, 1 Eigelb, 5g Salz, 170g Dinkelmehl Type 630, etwas Butter und Mehl für die Formen, Hülsenfrüchte zum Blindbacken

Den Backofen auf 170°C vorheizen. Die Tarteform mit etwas Butter einfetten und mit Mehl ausstauben. Die wachsweiche Butter mit der Milch, dem Eigelb und dem Salz verrühren. Sobald alles gleichmäßig miteinander verbunden ist, das Dinkelmehl zugeben und verkneten. Den Mürbeteig in Frischhaltefolie einwickeln und für 30 Minuten kalt stellen.

Nach der Ruhezeit den Mürbeteig auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 3mm dünn ausrollen. Die Form mit dem ausgerollten Mürbeteig auslegen und überstehende Stücke abschneiden. Den Mürbeteig mit Backpapier abdecken und mit Linsen, Reis o.ä. füllen. Den Boden für ca. 20 Minuten backen. Nach dem Backen auskühlen lassen und die Früchte entfernen.

Für die Walnusscreme: 30g Butter, 30g Zucker, 1 Ei, 60g gemahlene Walnüsse, 40g gehackte Walnüsse, eine Messerspitze Zimt

Die Butter zusammen mit dem Zucker mit dem Rührgerät schaumig aufschlagen. Nun das Ei bei mittlerer Geschwindigkeit dazugeben. Zum Schluss die Walnüsse und den Zimt unterrühren.

Die Walnusscreme in einen Spritzbeutel geben und die vorgebackene Tarte füllen.

Fertigstellen der Feigentarte: 6 bis 7 reife Feigen

Die Feigen in sechs gleiche Teile schneiden und auf die Walnusscreme legen. Die gefüllte Tarte für ca. 15 Minuten backen. Nach dem Backen aus der Form lösen und abkühlen lassen.

Für den Ricotta: 125g italienischer Ricotta, 30g Honig

Den Ricotta in eine Schüssel geben und mit dem Honig verrühren. Entweder direkt auf die abgekühlte Tarte geben oder in eine kleine Schüssel geben, damit sich jeder nach Belieben nehmen kann.

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