Tarte Maroni

Heute habe ich mein Weihnachtsdessert 2018 für euch parat und es gibt eine kleine Tarte mit Zimtcreme, Edelkastaniencreme und einem flüssigen Kern aus Hagebuttengel.


„Die etwas andere Art der Resteverwertung mit Maronen, Hagebutte und Baiser.“

Alle Jahre wieder stellt sich mir die Frage, welches Dessert ich zu Weihnachten servieren möchte und da bin ich wohl nicht der Einzige. In diesem Jahr ergab sich Rezeptfindung relativ einfach. Es handelt sich um eine Verwertung von Lebensmitteln, die ich noch zu Hause hatte. Eines Nachmittags begann ich mein kleines Kämmerchen aufzuräumen und entdeckte so einige Zutaten, die ich unbedingt ausprobieren wollte, doch bisher noch nicht die Zeit dazu gefunden habe. Mitunter habe ich ein Hagebuttenpüree in den Tiefen meines Kämmerchens entdeckt. In einem anderen Eck fand sich Maronencreme und in meinem Schrank mit halbfertigen Produkten entdeckte ich eine Box mit Meringe, die ich noch verwenden wollte.

Zufälligerweise, ja wirklich, passen diese Zutaten perfekt zu dem klassischen Dessert Mont Blanc, dass auch mit Baiser, Maronencreme und einem säuerlichen Kern oft Cassis daherkommt. Von diesem klassischen Dessert inspiriert, kreierte ich eine kleine Tarte mit einem kleinen Twist. In der Mitte befindet sich ein Kern der halbfüssig ist und beim ersten Bissen langsam aus der Tarte herausfließt. Umgeben ist der Kern von Baiser, Zimtcreme und als Abschluss Maronencreme. Euer Michael.

Tarte Maroni

Weihnachtsdessert 2018: Tarte Maroni mit geschlagener Zimtsahne, Kern aus Hagebutte und

Zubereitungsdauer: ca. 2 Stunden

Backdauer: 30 Minuten

Rezeptmenge: 4 Tartes (7cm Durchmesser)

Spezielles Backzubehör: 4 Tarteringe oder Tarteformen mit 7cm Durchmesser, ein Rollholz, eine Silikonform für Halbkugeln (2-3cm Durchmesser), Tülle für Vermicelles oder Spaghetti, Einwegspritzbeutel

Für den Mürbeteig: 60g Butter, 1 Prise Salz, 40g Puderzucker, 1 Eigelb, 120g Dinkelmehl Type 630, Hülsenfrüchte zum Blindbacken, 30g weiße Schokolade

Den Backofen auf 170°C vorheizen. Die Tarteform mit etwas Butter einfetten und mit Mehl ausstauben. Die Butter mit dem Zucker und das Salz verkneten. Dann das Eigelb kurz unterkneten und zum Schluss das Mehl dazugeben und solange verkneten bis ein gleichmäßiger Teig entsteht. Den Mürbeteig für eine halbe Stunde kalt stellen.

Nach der Ruhezeit den Mürbeteig auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 3mm dünn ausrollen. Die Form mit dem ausgerollten Mürbeteig auslegen und überstehende Stücke abschneiden. Den Mürbeteig mit Backpapier abdecken und mit Linsen, Reis o.ä. füllen. Den Boden für ca. 15 Minuten backen. Nach dem Backen auskühlen lassen und die Früchte entfernen.

Die weiße Schokolade im Wasserbad oder der Mikrowelle schmelzen und die Tartes damit auspinseln.

Für den Baiser: 1 Eiweiß, 30g Zucker, 30 Puderzucker, eine Prise Salz

Hinweis: Der gebackene Baiser kann auch schon fertig gekauft werden, das erspart Zeit und die Qualität ist die Gleiche.

Das Eiweiß in eine Rührschüssel geben. Den Zucker und eine Prise Salz zugeben. Das Eiweiß bei hoher Geschwindigkeit aufschlagen. Sobald der Eischnee steif geschlagen ist, den Puderzucker sieben und unter den Eischnee heben.

Nun die Baisermasse in einen Spritzbeutel füllen und kleine Tupfen (ca. 2cm Durchmesser) auf ein Backblech mit Backpapier aufdressieren. Die Baisertupfen im Ofen bei 100°C für ca. 2 Stunden trocknen lassen.

Für den Kern von Hagebutte: 100g Hagebuttenpüree, 1 Blatt Gelatine

Die Gelatine in sehr kaltem Wasser einweichen. In einem Topf das Hagebuttenpüree unter Rühren aufkochen. Die eingeweichte Gelatine ausdrücken und in das heiße Hagebuttenpüree einrühren. Das Püree in eine Silikonform für Halbkugeln gießen und über Nacht im Tiefkühler gefrieren.

Für die Zimtsahne: 200g Sahne, ein halber TL Zimt, 20g Zucker, 100g Mascarpone

Die Sahne  zusammen mit dem gemahlenem Zimt und dem Zucker aufkochen. Anschließend in eine Schüssel füllen und direkt mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet. Die Sahne über Nacht reifen lassen.

Fertigstellen der Tarte: 200g Maronencreme (ich: von „Bonne Maman“), zwei bis drei kandierte Maronen bzw. Marrons Glacés

Hinweis: Die Tartes am besten am Tag des Verzehrs fertigstellen und servieren, da ansonsten der Baiser zu weich wird.

Die Zimtsahne zusammen mit der Mascarpone bei mittlerer Geschwindigkeit aufschlagen. Die geschlagene Zimtsahne in einen Spritzbeutel füllen. Die Tartes zur Hälfte mit Zimtcreme füllen. Nun den gebackenen Baiser darauf verteilen. Anschließend mit Zimtsahne auffüllen und mit einer kleinen Palette glatt streichen.

Nun einen gefrorenen Hagebuttenkern auf das Tartelette setzten und mit Zimtcreme bedecken. Die Oberfläche mit einer Palette möglichst gleichmäßig verstreichen. Nun die Maronencreme in einen Spritzbeutel mit Vermicelles-Tülle geben und die Tartes damit garnieren. Die überstehende Maronencreme mit einer Palette entfernen. Die Tartes mit einem Stück kandierter Marone ausdekorieren.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.