Spitzbuben mit Pflaume

Heute gibt es in der Weihnachtsbäckerei klassische Spitzbuben neu aufbereitet mit Mandelmürbeteig und gefüllt werden sie mit selbstgemachtem Pflaumenmus.


„Von Zwetschgen aus Omas Garten und Plätzchen backen mit Papa.“

Und schon ist wieder Dezember. Wo ist nur das Jahr hin? So schnell verging die Zeit und jetzt haben wir schon Dezember. Die Zeit verfliegt wie im Flug, findet ihr nicht auch? Immerhin endet jedes Jahr mit der wunderbaren und teils auch stressigen Weihnachtszeit. Ein schöneres Ende könnte ich mir Jahr für Jahr nicht vorstellen. Und was wäre ein Weihnachtsfest ohne eine große Ladung an feinen Plätzchen. Noch vor nicht allzu langer Zeit, ich denke es sind nicht mehr als drei Jahre, habe ich Jahr für Jahr zusammen mit meinem Papa um die 17 verschiedene Sorten Plätzchen gebacken. Mir geht diese Zeit ab seitdem ich in Berlin bin. Meine Tage sind strikt getaktet von Montag bis Sonntag von morgens bis abends. Meine Eltern sehe ich eigentlich viel zu selten und dabei sind sie mir so wichtig. Ich habe in diesem Jahr begonnen wieder häufiger in die Heimat zu fahren, denn daheim ist es immer noch am schönsten. Und wenn die Heimat in Bayern liegt, dann kann es schöner nicht werden.

Die Tradition der Weihnachtsbäckerei versuche ich aufrecht zu erhalten, obwohl meine Zeit knapp ist. Dennoch gibt es jedes Jahr fünf Sorten Plätzchen. Eine davon ist die Neuauflage der Spitzbuben, die gehörten immer zu den Standardsorten von meinem Papa. Da er mittlerweile nicht mehr Backen möchte, freut es mich, dass ich diese Sorte übernehmen darf und für mich interpretieren darf. Und meinen Papa freut es, dass ich diese Tradition beibehalte. In dem Rezept findet auch mein Zwetschgenmus mit Zwetschgen aus Omas Garten Verwendung. Und das macht dieses Rezept für mich so besonders. Es ist rund um meine Kindheitserinnerung mit meiner Familie gestrickt. Am Ende zählt immer die Familie. Euer Michael.

Spitzbuben mit Pflaume

In der Weihnachtsbäckerei gibt’s heute klassische Spitzbuben mit Pflaumenmus.

Zubereitungsdauer: ca. 90 Minuten

Backdauer: ca. 8 Minuten pro Blech

Rezeptmenge: ca. 50 Spitzbuben

Spezielles Backzubehör: ein Rollholz, ein geriffelter runder Ausstecher (ca. 3cm), eine Lochtülle (10mm), ein Spritzbeutel (optional)

Für den Mandelmürbeteig: 145g Butter, 60g Puderzucker, eine Prise Salz, 1 Ei, 200g Dinkelmehl Type 630, 70g gemahlene Mandeln

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Butter mit dem Zucker und einer Prise Salz. Dann das Ei aufschlagen und kurz unterkneten. Zum Schluss das Mehl mit den gemahlenen Mandeln dazugeben und solange verkneten bis ein gleichmäßiger Teig entsteht. Den Mandelmürbeteig abgedeckt für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Nach der Ruhezeit den Mürbeteig auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 3mm dünn ausrollen. Mit einem Ausstecher kleine geriffelte Kreise aus dem Mürbeteig ausstechen und mit etwas Abstand auf das Backblech legen. Bei der Hälfte der Sterne mit einer Lochtülle in der Mitte ein Loch ausstechen. Den Teig solange ausrollen bis nichts mehr übrig ist (ggf. zwischendurch kühlen). Die Mandelkekse für 8 Minuten backen. Die gebackenen Plätzchen abkühlen lassen.

Für das Pflaumenmus: 300g Pflaumen, Saft einer Zitrone, etwas Orangen- und Zitronenschale (ca. je von einem Viertel), 150g Gelierzucker 2:1

Die Pflaumen entsteinen, in Stücke schneiden und im MIxer pürieren. Das Püree durch ein Sieb geben. Das passierte Pflaumenpüree mit den Zitrusschalen, dem Zitronensaft und dem Gelierzucker aufkochen. Alles für 4 Minuten kräftig kochen lassen. Das Mus am besten über Nacht abkühlen lassen.

Fertigstellen der Spitzbuben: etwas Puderzucker

Die Sterne mit Loch in der Mitte mit Puderzucker abstauben. Auf die anderen Sterne je einen kleinen Klecks Pflaumenmus in die Mitte geben. Die gezuckerte Hälfte daraufsetzen und leicht andrücken.

5 Kommentare

  1. Cristina Widmann

    Lieber Michael,
    Ich heiße und lebe in Bozen/Südtirol. Deine Rezepte faszinieren mich und motivieren mich zum Nachmachen. Ich warte immer schon ungeduldig auf das nächste.
    Ein großes Kompliment und liebe Grüße

  2. Oma Mienchen

    Einen wunderbaren Samstagmittag, junger Mann : ))

    Eine weise Feststellung, welche Sie hier einstellen!! Familie ist der Lebensmittelpunkt, und
    sich nicht von aussen leben lassen, sondern strikt Grenzen setzen für sich persönlich.

    Warum nicht einmal alle drei Monate ein verlängertes Wochenende einlegen, oder
    gar mitten in der Woche sich zwei Zusatztage einplanen? –
    und bitte auch einhalten, das ist nämlich schwer. : )

    Ihre Eltern können sehr, sehr stolz auf Sie sein, und Sie haben unbewusst etwas weiter verfolgt:

    auf dem „Alten“ kann Neues gedeihen,
    – damit meine ich die Ihrige Interpretation von Vaters Rezepten, sowie die weihnachtliche Tradition des Backens.

    Gut, nun wird das Ihrige Rezept kopiert, und in den Rezepteordner für den Jungen einklebt, und
    am nächsten Samstag in der Früh wird’s nachbacken : ))

    Ihnen und Ihrer Familie ein gesegneten ersten Advent,

    Oma Mienchen

  3. Cristina Widmann

    Mache heute deinen Christstollen. Bin gespannt wie er wird.
    Liebe Grüße und noch schönen Sonntag
    Cristina

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