Glutenfreie Mandelkekse mit Cranberry

Heute gibt’s ein weihnachtliches Rezept für eine neue Sorte Plätzchen. Diese Woche werden es glutenfreie Mandelkekse gefüllt mit Cranberrykonfitüre.


„Glutenfrei kann richtig lecker sein.“

Langsam aber sicher komme ich richtig in Vorweihnachtsstimmung, was auch daran liegt, dass ich jede Woche in der Backstube an der Meisterschule stehe und wir alle zusammen ganz wunderbare Kreationen herstellen. Es sind allerdings nicht nur außergewöhnliche Kreationen, die mir für meinen Meistertitel wichtig sind, sondern auch besondere Ernährungsformen, Allergien und Intoleranzen zu berücksichtigen. Ein Thema, dem ich bei meiner Arbeit in Berlin sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt habe. Das Wissen und die Erfahrungen wende ich nun an und verbessere bereits bestehende Rezepte. Eines meiner liebsten Projekte sind, neben der veganen Pâtisserie, die glutenfreien Backwaren. Vielen meiner Kollegen erscheint dieses Thema von glutenfreien Gebäcken oft wie eine Art Mysterium. Versteht man allerdings wie ein Teig entsteht und welche Zutaten ersetzt werden müssen, dann lassen sich sehr gute Ergebnisse erzielen. Im Zuge dessen habe ich mich entschlossen in diesem Jahr ein glutenfreies Rezept für Plätzchen aufzunehmen. Der glutenfreie Mürbeteig ist wunderbar mürbe und gefüllt mit der Cranberrykonfitüre werden diese Kekse zu einem meiner persönlichen Favoriten in diesem Jahr. Möchtet ihr gerne weitere glutenfreie und/oder vegane Backwaren hier auf dem Blog sehen, dann lasst es mich bitte in den Kommentaren wissen. Euer Michael.

Zubereitungsdauer: ca. 90 Minuten

Backdauer: ca. 8 Minuten pro Blech

Rezeptmenge: ca. 50 Plätzchen

Spezielles Backzubehör: ein Rollholz, ein Stern-Ausstecher (ca. 3cm), ein Spritzbeutel,  ein Stabmixer, ein Sieb, ein Pinsel (optional)

Für den glutenfreien Mandelmürbeteig: 150g Butter, 100g Puderzucker, eine Prise Salz, 1 Ei, Schalenabrieb einer halben Orange, 100g Maisstärke, 150g weißes Reismehl, 40g gemahlene Mandeln, 3g Johannisbrotkernmehl

Die Butter mit dem Puderzucker, einer Prise Salz und dem Schalenabrieb einer halben Orange verkneten. Dann das Ei kurz unterkneten. Die Mehle sieben. Die Mehlmischung mit den gemahlenen Mandeln zu der Butter dazugeben und solange verkneten bis ein gleichmäßiger Teig entsteht. Den Mandelmürbeteig abgedeckt für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Nach der Ruhezeit den Mürbeteig auf der zwischen zwei Bögen Backpapier ca. 3mm dünn ausrollen. Die Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestauben. Das obere Backpapier abziehen. Den Mürbeteig auf die bemehlte Oberfläche legen und den zweiten Bogen Backpapier abziehen. Mit einem Ausstecher Sterne aus dem Mürbeteig ausstechen und mit etwas Abstand auf das Backblech legen. Den Teig solange ausrollen bis nichts mehr übrig ist (ggf. zwischendurch kühlen). Die Mandelkekse für 8 Minuten goldbraun backen. Die gebackenen Plätzchen abkühlen lassen.

Für die Cranberrykonfitüre: 50ml Wasser, 50g Zucker, 150g frische Cranberries, 50ml Orangensaft, eine Zimtstange

Das Wasser zusammen mit dem Zucker in einem Topf aufkochen. Nun die frischen Cranberries, den Orangensaft und die Zimtstange zugeben und für 5 Minuten leicht köcheln lassen. Anschließend die Zimtstange entfernen und die Mischung mit einem Stabmixer glatt pürieren. Die Mischung zusätzlich durch ein Sieb passieren, damit restliche Schalenanteile entfernt werden.

Die passierte Mischung zurück in den Topf geben und alles für weitere 10 Minuten köcheln lassen bis eine dickflüssige Konsistenz erreicht ist. Die fertige Cranberrykonfitüre in ein kleine Schale füllen und abkühlen lassen. Die erkaltete Cranberrykonfitüre in einen Spritzbeutel füllen.

Füllen & Garnieren der Plätzchen: 150g weiße Schokolade (rot eingefärbt), alternativ: rote Candy Melts

Je einen kleinen Klecks Cranberrykonfitüre in die Mitte auf die Hälfte der Sterne geben. Die anderen Sterne auf die gefüllten Sterne legen und leicht andrücken.

Die eingefärbte rote Schokolade in der Mikrowelle oder über dem Wasserbad schmelzen und jeweils eine Seite der gefüllten Plätzchen eintauchen oder mit einem Pinsel bestreichen. Die getauchten Plätzchen vollständig erstarren lassen und anschließend in luftdichte Boxen verpacken.

2 Kommentare

  1. Hallo Michael, ich lese sehr gerne mit Interesse und großem Vergnügen Deine Rezepte mit den schönen Fotos und hätte gerne auch die Zeit, sie umzusetzen. Immerhin hat es mit der sehr leckeren Pfirsichtorte auch schon einmal geklappt, über die sich eine Freundin an ihrem runden Geburtstag sehr gefreut hat (mein Sohn hat mit Begeisterung den Topf mit der Pfirsichcreme ausgeleckt – und wegen solcher Situationen ist bestimmt das Wort „lecker“ entstanden!). Da die Adventszeit begonnen hat, möchte ich sehr gerne auch Plätzchenrezepte von Dir ausprobieren, wahrscheinlich die Cranberry- oder die Mohn-Kekse, aber eigentlich alle anderen auch… Dabei habe ich auch den Wunsch, einen Teig zu finden, in den ich ein Muster oder einen Stempel drücken kann. Mürbeteig schrumpelt bei mir beim Backen aber in der Regel zusammen. Hast Du als Fachmann dafür vielleicht eine Erklärung? Würde das mit Deinen Rezepten klappen? Da Du gefragt hast: Vegane Kekse fände ich wegen Deiner Kenntnisse auch sehr interessant (und lecker). Liebe Grüße, Julia

    • Hallo Julia,

      vielen vielen Dank für deine lieben Worte. Das freut mich immer sehr.
      Normalerweise eignet sich zum Einstempeln ein normaler Mürbeteig mit 150g Mehl, 100g Butter, 50g Puderzucker. Bisher habe ich für mein Mürbeteigrezept nur gutes Feedback bekommen, das Einstempeln sollte auch bei meinem Rezept für Mandelmürbeteig klappen.
      Das dein Teig schnurrt könnte daran liegen, dass du den Mürbeteig zu lange geknetet hast bzw. der Mürbeteig bei der Verarbeitung zu warm wurde. Das ist allerdings nur eine Vermutung, da ich das Rezept, das du verwendest nicht kenne.
      Ja, vegane Backwaren, die auch lecker sind, möchte ich ab kommenden Jahr verstärkt backen und auf dem Blog präsentieren.
      Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

      Liebe Grüße,
      Michael

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