#foodblogbilanz 2017

Das Jahr 2017 geht langsam zu Ende, nur noch wenige Tage trennen uns von 2018. Bevor wir 2018 mit neuen Rezepten und Artikeln starten, lasse ich das Jahr nochmal Revue passieren und blicke auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Heute erfahrt ihr, was mir dieses Jahr am meisten bedeutet hat, was für euch am interessantesten war und obendrauf gibt’s noch ein ganz großes Dankeschön.


Auch in diesem Jahr: #foodblogbilanz – Ein süßer Rückblick auf das Jahr 2017

Das Jahr startete mit einem kulinarischen Ausflug nach Stockholm. Nur wenige Tage später begann meine größte Kooperation bisher. Zusammen mit Kitchen Stories und Nespresso holen wir den Cookie Cup von New York City nach Berlin zur Berlinale. Über 2000 Cookie Cups werden auf der Berlinale ausgegeben. Im Zuge der Kooperation stehe ich auch das erste Mal vor der Kamera. Der Bloggeburtstag geht im ganzen Trubel fast unter, wird aber mit dem Entremet „Médélices“ noch gebührend gefeiert.

Es wird ein weniger ruhiger auf dem Blog. Die #SemaineFraise haucht dem Blog neues Leben ein und bringt ganz wunderbare Rezepte mit Erdbeeren. Zwischendrin bin ich noch auf der Ambiente in Frankfurt unterwegs und genieße ein Wochenende in Hamburg. Im heißen August gibt’s ein feines Menü unter dem Motto #OneBiteMenu. Im Herbst wurde ich zu Food.Blog.Meet in Berlin eingeladen, dem schönsten Bloggerevent bisher. Danke lieber Sascha und Torsten.

Ebenfalls im Herbst gibt’s endlich auch Rezepte mit frischen Feigen, die Zeit vergeht und im Oktober gibt’s neue, süße Rezepte mit Kürbis. Der Winter hält Einzug. Dieses Jahr geht es mehr um Nachspeisen als um Plätzchen. Und zum Schluss gibt’s noch einen Trip mit dem Orientexpress. So viel in der Kurzfassung. Die längere Version folgt jetzt, vielleicht macht ihr euch eine Tasse Tee dazu und macht es euch bequem.

1. Was war 2017 dein erfolgreichster Blogartikel?

Wenn es um die Statistiken meines Blogs geht bin ich relativ faul. Meist beachte ich die Aufrufzahlen nur in der ersten Woche und danach verlaufen sich die Statistiken im Sand. Erst gegen Ende des Jahres erkundige ich mich über den erfolgreichsten Artikel. In diesem Jahr hat es mein Entremet mit Erdbeere und Rhabarber an die Spitze der beliebtesten Rezepte geschafft. Auf Instagram hingegen hat die sommerliche Tarte Cerise das Rennen gemacht.

Die Tarte des Sommers: Tarte Cerise mit köstlichen Kirschen aus Südfrankreich.

Die Tarte des Sommers: Tarte Cerise mit köstlichen Kirschen aus Südfrankreich.

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Zuerst einmal mag es so wirken, als wäre ich fauler geworden. Zumindest war das mein erster Gedanke. Die Zahl an neuen Beiträgen ging deutlich nach unten. Ein Trend, der mit persönlich missfällt, aber gleichzeitig finden die wenigen Beiträge mehr Anklang, sind detaillierter und besser aufbereitet. Somit stand 2017 für Qualität statt Quantität.

Die Wahl meiner beliebtesten Rezepte fällt mir nicht allzu schwer. Den Anfang macht das Millefeuille Framboise & Caramel. Ein Blog wirkt nie vollständig, doch was wäre ein Blog mit Schwerpunkt auf französischer Patisserie ohne Millefeuille? Diese Lücke konnte ich endlich schließen. Das Rezept zeigt für mich wie ein modernes Millefeuille auszusehen hat: verschiedene Texturen, feine Aromen und filigrane Präsentation.

Der Cookie Cup muss an dieser Stelle einfach erwähnt werden. Noch nie hat es eine derart große Kooperation gegeben. Noch nie habe ich so viele Artikel rund um ein Thema geschrieben. Noch nie hab ich mit so vielen wunderbaren Menschen an einem Projekt arbeiten dürfen. Angefangen von der Rezeptentwicklung hinzu den Drehtagen mit Kitchen Stories bis hinzu den Tagen auf der Berlinale in Berlin. Ein einzigartiges Erlebnis, das ich nicht mehr so schnell vergessen werde.

Das auserwählte Rezepte ist der Summer Cheesecake. Selten habe ich meine Sommerabende mit so vielen Freunden bei Speis und Trank verbracht wie in diesem ersten Jahr in Berlin. Die Abende auf dem Weinbrunnen auf dem Rüdesheimer Platz waren ein weiteres Highlight. An den mich vor allem dieser Kuchen erinnert und nicht zu vergessen: Cheesecake geht immer.

Wer liebt ihn nicht: No-bake Cheesecake? So viel Obst überzeugt auch den letzten Kritiker.

Wer liebt ihn nicht: No-bake Cheesecake? So viel Obst überzeugt auch den letzten Kritiker.

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Auch in diesem Jahr gab es wieder Blogs und Rezepte, die mich inspiriert haben oder die einfach auch Spaß machen sie anzusehen.

Wir haben uns zwar immer noch nicht persönlich getroffen, aber Malu falls du das hier liest: Deine Rezepte sind einfach wunderbar und es ist immer wieder eine Freude deine Bilder zu sehen. In diesem Jahr hat es mir vor allem die Vanilletorte mit Erdbeere und Pistazie angetan. Nicht nur wiedermal ein wunderschönes Rezept, sondern auch eine unglaublich schöne Umsetzung.

Auf der Ambiente in Frankfurt dieses Jahr hab ich meine Freundin Petra wieder getroffen. Zusammen hatten wir einen tollen Tag auf der Messe. In diesem Jahr hat mir vor allem das Rezept für den Zucchini-Schokoladenkuchen sehr gut gefallen. Danke, dass du meinen Horizont um Low-Carb-Rezepte erweiterst.

Und zu guter Letzt noch der liebe Backbube Markus. Hier gibt’s mal eine Erfrischung von seinem „Ice Tea Monday“ als einen meiner Lieblinge von seinem Blog in diesem Jahr. Der Minty Lime Matcha Iced Tea hat mich im Sommer erfrischt. Und seine Bilder finde ich sowieso klasse.

4. Welches der Rezepte, die du 2017 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gebacken – und warum?

Am häufigsten gab’s dieses Jahr von mir Macarons, meistens hab ich die Sorte Crème Brûlée aus diesem Jahr oder einfach Salzkaramell gebacken. Beides Versionen, die immer gut ankommen und extrem lecker sind. Muss ich zu Karamell noch mehr sagen?

So mus ein karamellisiertes Macaron aussehen. Gefüllt mit aromatischen Vanilleganache und weichem Karamell.

So mus ein karamellisiertes Macaron aussehen. Gefüllt mit aromatischen Vanilleganache und weichem Karamell.

5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2017 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Probleme? Nun es gab Mitte des Jahres mal den Punkt, wo ich mich zu mehr Rezepten und regelmäßigeren Beiträgen überreden wollte. Letztlich den Gedanken aber verworfen habe, da mir euer Feedback gezeigt hat, dass es so wie ich jetzt blogge genau richtig ist. Die Rezepte kommen besser an und ich kann mehr Zeit in die Qualität stecken. Also nein, wirkliche Probleme gab es nicht.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Ja, Neuentdeckungen sind im Backen ja so eine Sache, sind sie im ersten Jahr noch hip und überfluten die sozialen Netzwerke, sind sie im nächsten Jahr wieder out. Die Massentrends wie Einhörner- oder Galaxy-Designs habe ich bewusst verdrängt. Das passt nicht zu mir.

Allerdings habe ich in meinem Beruf das Backen ohne raffinierten Zucker für mich entdeckt. Es ist so interessant zu sehen wie sich Backwaren verhalten, wenn man gänzlich auf Raffinade-Zucker verzichtet. Stattdessen mit Agavendicksaft, Ahornsirup oder Kokosblütenzucker zu arbeiten macht unfassbar viel Spaß und fordert mich erneut heraus. Ein erstes Ergebnis gibt es mit den feinen Weihnachtsschnecken auch auf dem Blog.

Nimm Platz und frühstückt mit uns. Eine Weihnachtsschnecke wartet schon auf dich.

Nimm Platz und frühstückt mit uns. Eine Weihnachtsschnecke wartet schon auf dich.

7. Was war der beste Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Gab’s in diesem Jahr tatsächlich nicht. Nichts hat mich bei den Suchbegriffen zum Lachen gebracht. Es freut mich nur zu sehen, über wie viele Wege meine Leser zu mir finden.

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2018?

Wünsche sollte man ja immer weise Auswählen. Mit meiner Entscheidung 2017 Lebensmitteltechnologie zu studieren, hab ich die Weichen für meine Zukunft gestellt. Oder zumindest wirkt es erstmal so. Ich möchte mehr über die Lebensmittel erfahren, die wir zu uns nehmen. Mehr über die chemischen Verfahren lernen. Und generell einfach viel mehr ins Detail gehen. Ob ich dann jemals den Beruf des Lebensmitteltechnologen ausüben werden, das steht in den Sternen, doch das Wissen kann mir dann niemand mehr nehmen. Und dann wäre da noch der Wunsch nach dem eigenen Café.

Für den Blog wünsche ich mir weiterhin die gleichbleibende Qualität, die ich in diesem Jahr geliefert habe. Es gibt nur einige wenige Ideen. Endlich eine englische Version. Bessere Rezepte zum Ausdrucken u. ä.

In diesem Jahr sind viele neue Leser dazugekommen. Hallo an euch, schön das ihr hier seid. Danke an all mein Stammleser. Ohne euch hätte ich vermutlich irgendwann den Schneebesen abgegeben. Danke an all meine Kooperationspartner. Ohne deren finanzielle Unterstützung der Blog wohl anders aussehen würde.

Danke an all meine lieben Bloggerfreunde, es ist immer wieder eine Freude euch zu sehen. Hab ich jemanden vergessen? Dann auch hier nochmal Danke an alle. Ohne euch wäre das hier nicht möglich. Danke für euer Feedback, eure Kommentare und Mails. Danke für eure Treue, wir lesen uns dann wieder 2018.

Mit herzlichsten Grüßen, euer Michael.

Der Blog ist Teil von der #foodblogbilanz 2017 von Schmeckt nach mehr.

7 Kommentare

  1. Lieber Michael,
    Natürlich lese ich das hier! Sobald ich eine Mail von dir über einen neuen Blogbeitrag im Postfach entdecke, bin ich auch schon hier 😉 .Die Kreationen eines echten Fachmannes und kreativen Kopfes anzuschauen und zu lesen, ist für mich Freude und Inspiration gleichermaßen. Und dass du dann von meinen „Werken“ begeistert bist, freut und ehrt mich besonders. Danke für dieses Lob!
    Übrigens, wenn ich noch eine Ecke jünger wäre, würde ich genau wie du Lebensmitteltechnologie studieren wollen. 😉
    Ich wünsche dir ein erfolgreiches, schönes neues Jahr und uns, viele tolle Rezepte von dir.
    Liebe Grüße MaLu

  2. Qualität statt Quantität ist doch ein guter Wahlspruch – und wenn ich mich hier so umschaue, dann passt er wirklich zu dir und deinem Blog! Vielen Dank fürs Mitmachen bei der #foodblogbilanz17, viel Erfolg bei deinem Studium und natürlich mit deinem Blog!

  3. Pingback: Das Jahr im Blog: #foodblogbilanz17 – Schmeckt nach mehr

  4. Creme Brulee Macarons klingt nach einer grandiosen Kombination. Vielleicht wage ich mich da im kommenden Jahr mal dran!
    Liebe Grüße und einen tollen Start ins kommenden Jahr,
    Daniela

  5. Pingback: foodblogbilanz17: alle jahre wieder | nur mal kosten

  6. Es ist immer eine Freude hier mitzulesen. Die Rezepte machen eigentlich ausnahmslos Lust aufs Nachbacken und gerade deine Neuinterpretationen von Klassikern finde ich immer wieder super.
    Davon abgesehen habe ich bei dir nie das Gefühl, dass hier ein Rezept mit heißer Nadel gestrickt oder vielleicht doch nicht ganz ausgereift ist – sowohl was die Zusammensetzung an sich in Bezug auf Geschmack und Textur, als auch was die einzelnen Zubereitungsschritte angeht. Und gerade bei Backrezepten finde ich, als nicht ganz so geübter Bäcker, das sehr viel wert.
    Viel Erfolg für 2018!
    Tring

Kommentar verfassen