Petites Chouquettes

Es gibt Gebäcke wie die heutigen französischen Chouquette, die findet man in Deutschland einfach nicht, auch nach längerer Suche bin ich nicht fündig geworden. Dabei sind die kleinen Kugeln aus Brandmasse so lecker. Sie werden vor dem Backen auch noch mit Hagelzucker bestreut, was sie zusätzlich noch ein Stück knuspriger macht.


Damals im Pariser Nobelhotel hab ich das erste Mal kleine Chouquettes gebacken.


Das erste Mal habe ich Chouquettes in Frankreich, genauer gesagt in Paris, kennengelernt. Zu dieser Zeit habe ich in einem Pariser Nobelhotel gearbeitet und an mehreren Tagen auch an dem Posten für Eclairs und Windbeutel mitgeholfen. Ich war beeindruckt wie mein französischer Kollege riesige Mengen Brandmasse von Hand im Topf rührte. Das Ei ließ er dann, aber zum Glück, von der Rührmaschine erledigen. Er drückt mir einen Spritzbeutel in die Hand und lässt mich kleine Kreise aufspritzen. Ich streue den Hagelzucker darüber und schüttle den überschüssigen Zucker wieder ab. Nach dem Backen waren es dann kleine krosse Windbeutel mit dem leicht karamellisierten Hagelzucker an der Oberfläche. Selbstverständlich darf ich auch probieren und fand sie perfekt, egal ob man sie zum Kaffee, Tee oder gar als Snack für Zwischendurch genießt.

Zurück in der bayrischen Heimat ging es gleich daran neben Eclairs eben auch kleine Chouquettes zu backen. Dank der einfachen Herstellung gelingen sie recht schnell, wodurch ich sie seitdem alle zwei bis drei Wochen zubereite. So lecker und fix zubereitet sie auch sind, so schnell sind sie auch schon weg. Doch das ist auch gut so, den am nächsten Tag schmecken sie nur noch halb so gut. Nun noch schnell die Zutaten für die nächste Ladung zusammensuchen und dann geht’s auch schon los mit dem Backen der Chouquettes. Euer Michael.

Kleine, französische Windbeutel. Ganz traditionell ohne Füllung, dafür richtig knusprig und lecker: Chouquettes!

Kleine, französische Windbeutel. Ganz traditionell ohne Füllung, dafür richtig knusprig und lecker: Chouquettes!

Zubereitungsdauer: ca. 60 Minuten

Backdauer: ca. 17 Minuten

Rezeptmenge: ca. 40 Chouquettes

Spezielles Backzubehör: ein Spritzbeutel mit Lochtülle (10mm)

Für die Brandmasse: 100ml Wasser, 100ml Milch, 1 TL Salz, 2 EL Zucker, 90g Butter, 110g Weizenmehl Type 550, 4 Eier

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Zusätzlich eine kleine Metallschale mit etwas Wasser in den Ofen stellen.

Das Wasser und die Milch zusammen mit dem Salz, dem Zucker und der Butter aufkochen. Anschließend das Weizenmehl in einem Schwung dazugeben und kräftig umrühren. Sobald sich die Masse zu ballen beginnt und eine weiße Schicht am Boden des Topfs zu sehen ist, ist die Masse fertig und kann vom Herd genommen werden.

Die Masse in eine Rührmaschine geben und kurz abkühlen lassen. Nun Ei für Ei langsam unter die Masse rühren. Die Brandmasse in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen. Auf einem Backblech mit Backpapier Kreise aufdressieren (hier: ca. 3cm Durchmesser). Die Brandmasse geht beim Backen stark auf, deshalb immer etwas Abstand zwischen den Windbeuteln lassen.

Fertigstellen der Chouquettes: ca. 100g Hagelzucker

Die aufdressierten Couquettes mit Hagelzucker bestreuen. Den überschüssigen Hagelzucker wieder entfernen. Die französischen Windbeutel für ca. 17 Minuten goldbraun backen, dabei den Ofen nicht öffnen, ansonsten fallen die Windbeutel wieder in sich zusammen. Nach dem Backen abkühlen lassen.

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