Financier Côco

Heute hab ich einige kleine Financiers gebacken und sie dieses Mal mit Kokos abgewandelt.


„Wie aus Zucker etwas Böses wurde.“

Die Art meines Arbeitens hat sich in den vergangenen Jahren drastisch gewandelt. Während ich früher vieles einfach ausgeführt habe ohne es zu hinterfragen, stoße ich mittlerweile Diskussionen an, um ein Umdenken zu bewirken. Das prominenteste Beispiel ist für mich Zucker. Keine andere Zutat wird momentan mehr verteufelt als unser Haushaltszucker.

Einerseits stimme ich vollkommen überein, dass wir unseren Zuckerkonsum drastisch reduzieren müssen. Dennoch ist es unglaublich schwierig die Vorgaben der WHO (World Health Organization) einzuhalten. Gerade einmal 50g Zucker pro Tag. Im ersten Moment mag das viel wirken, doch unsere Ernährungspläne an der Universität haben gezeigt wie schwer es eigentlich ist diese Marke einzuhalten. Und eigentlich ist es auch ganz logisch: Zucker ist in fast jedem Lebensmittel enthalten. Eine Banane deckt den Bedarf an Zucker zu gut 50%. Das hängt auch vom Reifegrad ab, aber dennoch ist eine Banane ein gutes Lebensmittel um in den Tag zu starten. Der Körper benötigt früh morgens erstmal Energie und die gewinnt der Körper am schnellsten über Zucker. Zusammenfassend ist die Banane für mich kein schlechtes Lebensmittel und enthält auch keinen schlechten Zucker.

Das eigentliche Problem ist der hinzugefügte Zucker, der gerne auch als versteckter Zucker bezeichnet wird, wie beispielsweise bei Müslis, Cornflakes etc. Und wir Menschen lieben süß. Wir gewöhnen uns daran und hier liegt leider das Problem. Die Lebensmittelindustrie hat über Jahrzehnte langsam den Zuckergehalt in Produkten erhöht. Glücklicherweise dreht sich dieser Trend langsam wieder.

Wie ich zu Zucker stehe? Nun ich habe über die Jahre meinen Zuckerkonsum reduziert. Mehr und mehr Lebensmittel mache ich selbst zu Hause. Ich verzichte auf einen Großteil von Fertiggerichten. Und auch wenn ich es nie wirklich in meinen Rezepten erwähne, versuche ich in jedem Rezept den Zuckergehalt so gering wie möglich zu halten, um aber dennoch das gleiche gute Produkt zu erhalten. Wie habt ihr es mit Zucker, lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.

In meinen Financiers beispielsweise wirkt sich die Reduktion des Zuckers zu sehr auf die Konsistenz aus, wodurch ich noch keinen Weg gefunden habe, dieses Rezept zu ändern. Dennoch am Ende des Tages oder zum Kaffee darf es auch einmal ein kleiner Kokosfinancier sein. Euer Michael.

Financier Côco

Kleines, französisches Teegebäck aus der Backstube mit Kokos und Zitrone.

Zubereitungsdauer: ca. 40 Minuten

Backdauer: 15 Minuten

Rezeptmenge: ca. 40 Financier

Spezielles Backzubehör: Mini-Muffin Blech für 30 Stück, ein Spritzbeutel

Für die Financier: 80g Butter, 70g Dinkelmehl Type 630, 200g Puderzucker, 50g gemahlene Mandeln, 50g Kokosraspel, eine Prise Salz, 150g Eiweiß (von ca. 5 Eiern), Saft einer Zitrone, mehr Kokosraspel als Dekor

Zuerst den Backofen auf 210°C vorheizen. Ein oder mehrere Muffinbleche mit etwas Butter einfetten.

Die Butter in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze für ca. 4 Minuten köcheln lassen bis das komplette Wasser verdampft ist und die Butter leicht nussig riecht. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Das Weizenmehl und den Puderzucker einmal sieben. Nun die Mischung mit den gemahlenen Mandeln, den Kokosrapsel und einer Prise Salz vermischen. Die Eier trennen und das abgewogene Eiweiß zu der trockenen Mischung geben. Mit einem Holz- oder Gummispatel die Eiweiße unterrühren. Die flüssige Butter mit dem Spatel unter die Masse rühren bis alles miteinander vermengt ist.

Eine Zitrone auspressen und den Saft in die Masse einrühren. Die Muffinformen nun zu Dreiviertel füllen und jeweils einige Kokosraspel auf die Financiers geben. Anschließend für ca. 15 Minuten goldbraun backen. Die gebackenen Financier kurz abkühlen lassen und darauf aus der Backform lösen.

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