Das große Backen – Die Profis: Unbekannte Galaxien

Auch wenn meine eigene Reise bei Das große Backen – Die Profis zu diesem Zeitpunkt bereits geendet hatte, liefen die Aufgaben in Folge 5 natürlich weiter und mit ihnen auch meine Gedanken daran, welches Konzept ich für die kommenden Herausforderungen entwickelt hätte.


Mein Konzept für Folge 5 von Das große Backen – Die Profis: ein Schaustück aus Schokolade und Isomalt, eine Galaxy-Torte und die Idee, dass neue Welten oft dort beginnen, wo wir bereit sind, uns selbst neu zu entdecken.

Die erste Aufgabe der Folge war eine Überraschungsaufgabe, bei der die verbliebenen Teams Petits Fours herstellen mussten. Da diese Aufgabe erst vor Ort bekannt gegeben wurde, gab es dafür kein vorbereitetes Konzept. Umso stärker lag mein Fokus auf der zweiten Aufgabe der Folge: „Unbekannte Galaxien“.

Bei diesem Thema ging es für mich sofort um mehr als nur um Sterne, Planeten und Weltraum. Unbekannte Galaxien erinnern mich daran, wie viel wir noch nicht über uns selbst wissen. Wie viele Seiten, Gedanken und Möglichkeiten in uns liegen, die vielleicht noch nicht sichtbar sind. Der Weltraum steht für Neugier, für Aufbruch und dafür, immer weiter nach vorne zu schauen, auch dann, wenn der nächste Schritt noch unklar ist.

Mein Schaustück hätte genau diesen Moment eingefangen: den Start in eine neue Welt.

Im Zentrum steht eine Rakete aus Schokolade und Isomalt, die gerade von einem Planeten abhebt. Der Planet bildet die Basis des Schaustücks mit einer kraterartigen Oberfläche, aus der die Rakete nach oben strebt. Dahinter erhebt sich ein transparenter Galaxiennebel aus Isomalt, durchzogen von Licht, Struktur und Bewegung. Darauf befinden sich einzelne Planeten aus Schokolade, die wie kleine unbekannte Welten im Raum schweben.

Technisch wäre das Schaustück eine Kombination aus modellierter Schokolade, gegossenem Isomalt und glänzenden Oberflächen geworden. Besonders spannend fand ich den Kontrast zwischen der schweren, fast steinigen Planetenbasis und der Leichtigkeit der transparenten Galaxie im Hintergrund. Genau aus solchen Gegensätzen entstehen für mich oft die interessantesten Entwürfe: fest und flüchtig, dunkel und leuchtend, bekannt und unbekannt.

Zum Schaustück hätte eine Galaxy-Torte mit dem Titel „A brave new world“ gehört.

Auch diese Torte greift die Idee einer neuen, unerwarteten Welt auf. Außen zeigt es sich mit einer glänzenden Galaxy-Glasur in tiefem Blau, Violett und hellen Kontrasten wie ein Blick in einen fremden Kosmos. Im Inneren treffen Schokolade, Rote Bete, Himbeere und eine dunkle, saftige Brownie-Komponente aufeinander.

Der Brownie mit schwarzen Bohnen bildet die erdige, intensive Basis. Darüber liegt ein Kompott aus Roter Bete und Himbeeren, das Fruchtigkeit, Tiefe und eine leicht ungewöhnliche Aromatik mitbringt. Die Schokoladenmousse verbindet die Komponenten und sorgt für Ruhe, Fülle und eine samtige Textur. Für mich war gerade diese Kombination spannend, weil sie nicht nur süß und gefällig ist, sondern bewusst mit Kontrasten spielt.

„A brave new world“ steht für den Mut, neue Geschmacksräume zu betreten. Für das Unerwartete. Für den Moment, in dem man alte Grenzen hinter sich lässt und etwas Neues entstehen darf.

Vielleicht ist genau das der Kern dieses Konzepts: Nicht jede unbekannte Galaxie liegt weit draußen im All. Manchmal beginnt sie dort, wo wir bereit sind, uns selbst neu zu entdecken.

 

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.