Pão De Ló – Ein kleines Stück Brasilien für zuhause

Die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien ist in vollem Gange. Es ist also höchste Zeit mich mit den süßen Delikatessen aus Brasilien zu befassen. Freilich sind viele Speisen durch Portugal geprägt, dennoch unterscheiden sich die Rezepte immer wieder ein bisschen. Den Start macht ein, ich nenne es mal, kleiner Eierkuchen, der sich sehr dem Biskuit ähnelt, jedoch einen höheren Eigelbanteil hat. Da trifft es sich gut das Pão de ló auf deutsch Biskuit bedeutet. Allerdings ist dieser brasilianische Biskuit noch eierreicher als unser klassischer, deutscher Biskuittortenboden. Besonders lecker schmeckt der Pão de ló frisch aus dem Ofen, wenn er noch warm ist. Weiterhin viel Spaß bei der WM und noch mehr beim Genießen dieser süßen Kleinigkeit. Schönen Sonntag wünsch ich euch.

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Für zwei Pao De Ló (Ring mit 12cm Durchmesser): 4 Eigelb, 2 Eiweiß, 60g Zucker, 30g Mehl, Saft einer halben Zitrone, eine Prise Salz

Das Wichtigste zum Anfang den Backofen auf 180°C vorheizen. Jetzt kann es losgehen. Die Eigelbe zusammen mit dem Zucker für ca. 7 Minuten aufschlagen. Nun das Weizenmehl vorsichtig unterrühren. Nun in einem extra Kessel die Eiweiße mit dem Zitronensaft und einer Prise Salz steif schlagen.

Nun das aufgeschlagene Eiweiß unter die Eigelbmasse heben und die Formen zu 3/4 füllen. Die kleinen Kuchen für ca. 20 Minuten backen, bis sie eine schöne Backfarbe haben.

Tipp: Wem der Pão de ló so nicht genug Geschmack bietet, kann zu den Eigelben noch das Mark einer ausgekratzten Vanilleschote geben oder aber den Abrieb einer Zitrone.

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Wissen zum Mitnehmen: In Brasilien backt man den Pão de ló solange, wie man für ein Gebet, das „Vater Unser“, benötigt. Betet man zu schnell ist der Kuchen in der Mitte noch roh und damit die Zeit noch nicht reif für den Genuss. Oder die Sünden wurden nicht gebeichtet. So oder so, der Brauch ist heute nicht mehr derart strickt verbreitet und man muss es ja auch nicht unbedingt daran glauben.

 

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