Stockholm von seiner süßen Seite

Zwar ist es mittlerweile schon wieder eine Weile her, aber meine Eindrücke von Stockholm möchte ich unbedingt mit euch teilen, dabei steht vor allem die kulinarische Seite der schwedischen Hauptstadt im Mittelpunkt. Und natürlich erfahrt ihr auch, wo es die besten Kanelbulle der Stadt gibt.

Während ich gerade im Flugzeug von Amsterdam nach Stockholm sitze, fange ich an meine finale Route durch die Stadt zu planen. Schließlich soll bei jeder Sehenswürdigkeit und – besonders wichtig – bei jedem Café genügend Zeit zur Verfügung stehen. Kaum fertig, bin ich auch schon gelandet und war, dank des extrem schnellen Expresszugs, innerhalb einer halben Stunde im Herzen von Stockholm. Nach dem Check-In im Hotel mache ich mich endlich auf den Weg die Stadt zu erkunden. Natürlich wurde ich prompt vom ersten Flohmarkt abgefangen und bekam dafür auch noch wunderschönes Besteck.


Stockholm ist immer eine Reise wert.


Der Weg vorbei an vielen kleinen Designläden, wie ich es von Stockholm erwartet hatte, führt mich zu provisorischen bzw. neuen „saluhall“, der Markthalle Stockholms, hier bekommt man von frischen Fisch und Fleisch bis hin zu exotischen Obst alles, was man für den Alltag benötigt Die kleinen Bistros bieten sehr feine und leckere Gerichte mit Produkten aus der „saluhall“ an. Im Übrigen wird die originale „saluhall“, die sich direkt gegenüber der neuen Halle befindet, derzeit renoviert.

Weiter geht es zu einen kleinen Bäckerei, der „Valhallabageriet“ im Norden von Östermalm. Schon der Duft auf dem Weg zu der Bäckerei lässt Wunderbares erahnen. Von außen mag der Laden recht unscheinbar wirken, doch sobald man den Laden betritt, wird man von all den schwedischen Leckereien bereits erwartet. Ansonsten stehen in der kleinen Bäckerei zwei kleine Tische, die zum Bleiben einladen, und die gefüllte Theke mit all dem frischen Brot und allerhand Leckereien wie Kanelbulle und Mazarintörtchen.

Mein Blick schweift weiter zu der offenen Backstube mit ihren großen, schwarzen Öfen. DieWahl viel mir für den ersten Tag recht leicht, so mussten ein paar Mazarintörtchen mit mir kommen und wurden im nächstgelegenen Park verzehrt. Geschmacklich als auch handwerklich waren sie einfach hervorragend und schmeckten nach verarbeiteten süßen Mandeln.

Im weiteren Tagesverlauf bin ich weiter nach Kungsholmen gefahren, um dort einige Kanelbulle zu probieren. In der Haga Bageri bin ich fündig geworden und hab zusätzlich noch eine Kardamombulle mitgenommen. Der Laden ist deutlich offener und geräumiger als viele andere Cafés hier. Wäre das Wetter an diesem Tag passend gewesen, hätte ich die Plätze außerhalb sofort in Anspruch genommen, so nahm ich in dem schlicht eingerichteten Café Platz. Der Kaffee und die Kanelbulle haben mich rundum zufrieden gestellt und das Ambiente in dem Café war sehr angenehm. Eine Kanelbulle kommt noch mit in meinen Rucksack bevor es weitergeht.

Nach einem langen Tag mache ich mich über Normale zu Fuß auf den Rückweg zu meinem Hotel. Auf dem Weg komme ich noch an einer wunderschönen, modernen Bäckerei vorbei, die sensationell gutes Brot backt. Die Vielfalt kommt zwar nicht an unsere deutsche Brotkultur ran, ab die angebotenen Borte müssen sich keineswegs verstecken und sind richtig lecker. So wandern noch zwei Brotlaibe in meine Tasche und schließlich in mein Hotelzimmer.

An meinem – bereits – letzten Tag war schließlich Schluss mit Sehenswürdigkeiten und der Fokus verlagerte sich vielmehr auf’s Einkaufen. Es war an der Zeit für Mitbringsel, schönes Geschirr und weiteres Besteck. Im Süden von Stockholm, in Södermalm, hab ich all das gefunden. Während ich auf die Öffnung des Süßwarengeschäfts gewartet habe, hatte ich noch genügend Zeit für eine ausgedehnte Tour durch Södermalm. Ein Zwischenstopp bei Bageri Petrus mit einem heißen Kaffee und einer weiteren Kanelbulle war auch noch drin. Um 11 Uhr konnte ich dann endlich das letzte Mitbringsel ergattern: frischen Weichkaramell.

Bei Pärlans kann man nicht nur bei der Produktion zu sehen, sondern darf auch fast alles probieren. So wechselten zwei kleine Geschenkboxen und ein kleiner Beutel für den Reiseproviant den Besitzer.


Wo es nun die besten Kanelbulle gab?


Bevor am Abend mein Rückflug nach München anstand, muss ich euch natürlich noch verraten, dass die Kanelbulle bei Valhallabageriet, auch nach einem zweiten Besuch, die besten der Stadt waren.

Nun aber ging’s leider schon zurück in die bayerische Landeshauptstadt mit allerhand Süßem im Gepäck, worüber sich meine Familie und Freunde mehr als freuten.

Hier nochmal die einzelnen Bäckereien, Konditoreien und Cafés mit ihren Adressen und der besten Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:

saluhall

Östermalmstorg, 114 42 Stockholm

Mit der U-Bahn (13, 14) bis Haltestelle „Östermalmstorg T-bana“, ca. 200m Fußweg

Valhallabageriet

Valhallavägen 174, 115 27 Stockholm

Mit der U-Bahn (13) bis Haltestelle „Karlaplan“, ca. 400m Fußweg

Haga Bageri

Fleminggatan 107, 112 32 Stockholm

Mit der U-Bahn (10, 11, 17, 18, 19) bis Haltestelle „Fridhemsplan“, ca. 300m Fußweg

Bakery & Spice

Torsgatan 46, 113 62 Stockholm

Mit der U-Bahn (17, 18, 19) bis Haltestelle „S:t Eriksplan T-bana“, ca. 100m Fußweg

Bageri Petrus

Swedenborgsgatan 4B, 118 48 Stockholm

Mit der U-Bahn (13, 14, 17, 18, 19) bis Haltestelle „Slussen“, ca. 400m Fußweg

Pärlans Konfektyr

Nytorgsgatan 38, 116 40 Stockholm

Mit der U-Bahn (17, 18, 19) bis Haltestelle „Medborgarplatsen“, ca. 300m Fußweg

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