Feine Spargelquiche – Weiß und Grün vereint

„Da hätte ich doch fast den Spargel vergessen. Die Spargelquiche regelt das.“

Es gibt Dinge, die ich viel zu selten umsetze, so auch geschehen bei der heutigen Spargelquiche. Manchmal überlege ich mir an einem Tag mehrere Ideen für zukünftige Rezepte, gerade im Moment plane ich die nächsten Wochen sehr genau. Vor allem was Rhabarber und Erdbeeren angeht. Schließlich ist gerade die Zeit von Rhabarber sehr begrenzt. Doch wie schon erwähnt, vergesse oder übersehe einfach andere tolle saisonale Produkte wie zum Beispiel den herrlichen Schrobenhausener Spargel, welchen ich erst diese Woche auf dem Markt hier in Rosenheim entdeckt habe. In dem Moment war es geschehen, ich begann mich selbst zu fragen, wie um Himmels Willen konnte ich nur die Spargelsaison so grausam vernachlässigen.

Also hab ich schnell gehandelt und mir einige Stangen Spargel in die Tüte stecken lassen. Nun war nur noch die Frage, was ich mit dem Spargel machen sollte, schließlich konnte ich ihn nicht einfach nur kochen. Als Backblogger musste es dann eben doch eine feine Quiche sein und da ich mich mit der französischen Kunst am liebsten beschäftige, gibt es heute eine noch warme Spargelquiche für euch auf den Tisch. Ihr seid herzlich eingeladen, dieses Rezept auch einmal für ein schönes Abendessen auszuprobieren. Ich empfehle dazu einen kleinen gemischten Salat mit frischen Feldsalat und einigen gerösteten Pinienkernen. Ein Genuss für einen lauen Frühlingsabend. Euer Michael.

Zubereitungsdauer: ca. 2 Stunden mit Backzeiten

Rezeptmenge: eine Quiche (für 4 bis 6 Portionen)

Spezielles Backzubehör: eine Tarteform (21 x 21cm oder 24cm Durchmesser), ein scharfes Messer, ein Sparschäler, eine Pfanne, Hülsenfrüchte zum Blindbacken

Spargelquiche.1

Die beste Spargelquiche, die ihr je gesehen und gegessen habt. Müsst ihr unbedingt ausprobieren.

Für den Dinkelmürbeteig: 200g Dinkelmehl Type 630, 100g Butter, 4 EL kaltes Wasser, 1 Eigelb, eine Prise Salz, 1 EL frisch gehackte Petersilie, etwas Butter und Mehl für die Backform, Hülsenfrüchte zum Blindbacken

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Eine Tarteform mit etwas Butter einfetten und mit Mehl ausstauben. Die Butter mit dem Dinkelmehl verreiben. Nun das kalte Wasser, das Eigelb und eine Prise Salz zugeben und verkneten. Einige Blätter Petersilie nehmen und mit einem scharfen Messer in kleine Stücke hacken. Die zerkleinerte Petersilie ebenfalls in den Teig einkneten. Den Dinkelteig für eine Viertelstunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Nach der Ruhezeit den Dinkelmürbeteig auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 3mm dünn ausrollen. Die Form mit dem ausgerollten Mürbeteig auslegen und überstehende Stücke abschneiden. Den Mürbeteig mit Backpapier abdecken und mit Linsen, Reis o.ä. füllen. Den Boden für ca. 20 Minuten  blind backen. Nach dem Backen auskühlen lassen und die Früchte entfernen.

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Die komplette Spargelquiche in ihrer ganzen Pracht.

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Ich hab euch schonmal ein Stück von der besten Spargelquiche abgeschnitten.

Für die Füllung: 500g Spargel (ich: je 250g weißer und grüner Spargel), etwas Sonnenblumenöl, 100g Sauerrahm, 2 Eier, 1 TL frisch gehackte Petersilie, eine halber TL Salz, etwas Pfeffer und Muskat

Den Spargel mit kalten Wasser abwaschen und schälen. In einer Pfanne etwas Sonnenblumenöl erhitzen und den geschälten Spargel andünsten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Sobald der Spargel annähernd gar ist, ihn aus der Pfanne nehmen oder die Pfanne von der heißen Herdplatte nehmen. Den Spargel in dem gebackenen Dinkelteig verteilen.

Den Sauerrahm in eine Schüssel geben und mit den beiden Eiern verrühren. Einige Blätter Petersilie nehmen und mit einem scharfen Messer in kleine Stücke hacken. Die Petersilie und das Salz unterrühren. Nun noch mit etwas Pfeffer und gemahlener Muskatnuss abschmecken. Den Guss über dem Spargel verteilen.

Die Spargelquiche bei 180°C für weitere 40 Minuten im Ofen backen. Nach dem Backen die Spargelquiche sofort servieren oder aber abkühlen lassen und bei Bedarf wieder erwärmen.

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