Die 5 interessantesten Pasticcerie in Mailand

„Jede Stadt hat ihre geheimen Ecken. Heute entdecken wir Mailand.“

Nach Ostern hab ich mir eine wunderbare Woche in Mailand und Turin gegönnt, dabei konnte ich natürlich nicht anders als einige herrliche Pasticcerie auszuprobieren. Und dabei hat eine Woche nicht gereicht um all das zu entdecken, was Mailand zu bieten hat. Aber die Zeit reicht irgendwie ja nie. Nun habe ich versucht die – für mich – wichtigsten Adressen herauszusuchen. Einige sehr schöne und teils ausgefallene Läden möchte ich euch im heutigen Beitrag vorstellen.

Ich nehme euch heute mit in die Modemetropole Mailand, also sollten bei den vielen Models, die süßen Köstlichkeiten nicht auf die Hüften wandern, dann kann ja mehr denn je geschlemmt werden. Beginnen wir unsere Reise am Piazza del Duomo mit Blick auf die beeindruckende Galleria Vittorio Emanuele II und die wunderschöne Kathedrale.

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Pasticceria Marchesi – Traditionelles im Modeviertel

Wir gehen ein kurzes Stück bis wir nach einem knappen halben Kilometer im Mailänder Modeviertel angekommen sind. Neben den vielen schicken und teuren Modeläden findet sich auch eine sehr schöne alt eingesessene Konditorei. Mitten neben vergoldeten Uhren und gemusterten Handtaschen findet sich die Filiale von Marchesi. Ein Traditionsbetrieb. Vor Ort gibt es so einiges, was das Herz höher schlagen lässt. Ihr könnt kleine gebackene Tartelettes mit verschiedenen Cremes und Füllungen genießen oder aber kleine Törtchen. Zudem gibt es auch noch kleinere Torten, falls ihr jemandem eine Freude bereiten wollt.

Ich habe mich für ein kleine Crostata, ein Mürbeteigtartelettes mit Konfitüre als Füllung, entschieden. Der Geschmack war hervorragend und ein perfekter Start für den Tag. Dazu gab’s einen Cappuccino.

Den Laden im Mailänder Modeviertel erreicht ihr am besten, indem ihr die Metrolinie 3 nehmt und bis zur Haltestelle „Montenapoleone“ fahrt. Dann sind es nur noch wenige Meter bis in die Via Monte Napoleone 9.

Wenn ihr lieber das Haupthaus besuchen möchtet, das etwas quirliger und lebendiger ist, da es sich nicht im edlen Modeviertel befindet, dann nehmt ihr am besten die Metrolinie 1 bis zur Haltestelle Cairoli und geht die letzten Meter bis zur Via Santa Maria alla Porta 11.

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Pasticceria Sugar – Modernes Cafe mit schicken Törtchen

Weiter geht’s mit der Metro zum nächsten Halt. In der Nähe der berühmten Chiesa di Santa Maria delle Grazie, in dessen Museum das berühmte Gemälde „Das letzte Abendmahl“ seinen Platz gefunden hat, liegt die Pasticceria Sugar. Es ist ein recht kleiner Laden, der keine Sitzmöglichkeiten im Inneren bietet, dafür aber vor dem Laden mit dem typischen Mailänder Flair. Die Törtchen sind allesamt eine Augenweide, dabei befinden sich die Törtchen alle im gekühlten Schaufenster und nicht etwa in der Theke, in der sich nur kleine Tartelettes finden.

Ich hab mich für ein klassisches Millefoglie, ähnlich dem französischen Millefeuille mit karamellisiertem Blätterteig und einer Vanillesahne, entschieden. So schön es aussah, hat es auch geschmeckt. Eine gute Adresse, wenn ihr etwas für später mitnehmen wollt. Oder wenn ihr an schönen Tagen ein Stückdessert im Freien genießen wollt.

Das Sugar erreicht ihr mit der Metrolinie 1, dabei steigt ihr am Bahnhof „Cadorna“ aus und geht die letzten hundert Meter bis zum Café in die Via Vincenzo Monti 26.

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Odilla – Schokoladengenuss im Trendviertel Brera

Es könnte schon an der Zeit sein, um an ein Souvenir für die Daheimgebliebenen zu denken. Da finde ich Schokolade immer eine der besten Lösungen. Also auf in das Trendviertel von Mailand, Brera. Hier liegt der kleine Schokoladenladen Odilla, der obwohl er an der Hauptgasse von Brera liegt, im ersten Moment nicht einmal auffällt.

Sobald man hineingeht fällt einem die dunkle und gemütliche Einrichtung ein. Der Blick schweift durch den Laden und bleibt an der einnehmenden Theke, gefüllt mit jeder Menge Pralinen und Konfekt, hängen. Dabei gibt es von klassisch fruchtigen Sorten wie Passionsfrucht und Orange auch ungewöhnlichere Sorten mit Peperoncino.

Für meine Freunde zu Hause hab ich mich jedoch gegen die Pralinen entschieden und mir eine kleine Schachtel mit Fruchtgelee, das im Nachhinein sehr lecker war, einpacken lassen.

Um hier herzukommen, nehmt ihr erst die Metrolinie 2 bis zur Haltestelle „Lanza“ und geht dann die letzten Meter bis in den Corso Guiseppe Garibaldi 38 erreicht, aber passt auf der Laden ist recht klein.

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Pasticceria Giacomo – Typisch italienische Pasticceria mit großer Auswahl

Wir setzten unsere Reise fort und begeben uns wieder in ein ganz anderes Eck von Mailand nach Bronzetti. Die Gegend ist bei weitem nicht so von Touristen überlaufen wie viele andere Stadtteile der Metropole. Hier gibt es neben dem Ristorante Giacomo, das ich leider während meines Aufenthalts nicht testen konnte, direkt gegenüber eine Pasticceria Giacomo, die auf den ersten Blick sehr unscheinbar wirkt, doch beim Betreten zeigt sich ein wunderbar erhaltener und liebevoll hergerichteter Verkaufsraum mit zwei Theken voll mit Torten und kleinen Tartelettes. Die Auswahl fällt schwer, das Angebot ist wirklich groß. Durch die Tür hinter dem Tresen sieht man die winzige Backstube und die werkelnden Konditoren. Ich drehe mich um und sehe auch noch einige frische Feingebäcke wie Croissants und Brioche

Doch schließlich muss ich mich eben doch entscheiden und nehme drei kleine Tartelettes. Eines mit einer feinen Schokoladencreme, das andere mit einer Pistaziencreme und das letzte mit einer Vanillecreme und frischen Walderdbeeren gefüllt. Alle drei waren sehr fein. Und bei einem Preis von ein Euro pro Stück kann man nicht viel verkehrt machen.

Am besten nehmt ihr die S-Bahn 5 oder 6 bis „Dateo“ und schlendert durch die ruhigen Gassen bis und die Via Pasquale Sottocorno 5.

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Pavè – Meine besondere Empfehlung: Das junge Mailand

Kommen wir zu meinem neuen Stammcafé in Mailand. Nun das klingt vielleicht etwas übertrieben, aber im ersten Moment, wo ich die Pasticceria betreten habe, war es um mich geschehen. Sobald man reinkommt, leuchtet einem das Schild „Breakfast Revolution“ entgegen und davor tut sich eine Theke mit einer Vielzahl hausgemachter Feingebäcke auf. Angefangen von Croissants mit diversen Füllungen bis hin zu frischen Brioche und Brownies. Neben dieser Theke befindet sich die gekühlte Theke, die kleiner ausfällt, aber mit wunderschönen Törtchen überzeugen kann, dabei finden sich in der Theke ca. sechs verschiedene Törtchen und drei, vier größere Torten für mehrere Personen. Das Ambiente ist wunderbar hier. Entweder genießt man schnell im Stehen seinen Espresso oder setzt sich an den langen Tisch gegenüber der Theke. Möchte man lieber etwas ungestörter sitzen, dann kann man sich einen Platz im ersten Stock suchen.

Nun zugegeben, ich hab mich hier gleich zweimal verwöhnen lassen. Bei meinem ersten Besuch hab ich die leckere Tonkabohnentarte mit Himbeere probiert und es war einfach ein Hochgenuss. Beim zweiten und leider letzten Besuch hab ich das Törtchen mit Hibiskus probiert, das ebenfalls einen sehr gut abgestimmten Geschmack hatte.

Wenn ihr meinen Favoriten in Mailand besuchen wollt, dann nehmt die Metrolinie 3 bis zur Haltestelle „Repubblica“ und seid schon während den letzten Metern zu Pavè in die Via Felice Casati 27 auf die Köstlichkeiten gespannt.

Schon vorbei?! Bald gibt’s mehr davon.

Ich hoffe euch hat mein kleiner Überblick über die interessantesten Pasticcerie in Mailand gefallen. Jetzt würde mich natürlich interessieren, wer von euch schon einmal in Mailand war und wo ihr euch habt verwöhnen lassen. Übrigens wird es sehr bald wieder einen tollen Beitrag zu Patisserien bzw. Konditoreien geben. Wo? Das erfahrt ihr schon noch früh genug.

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